Häufig gestellte Fragen

1. Ist MS heilbar?

Leider ist die MS heute noch nicht heilbar. Die Forschung arbeitet weltweit an den Ursachen der Erkrankung. Durch moderne Medikamente ist es aber möglich, den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen. Immunmodulatorische Medikamente können die Schwere und die Häufigkeit von Schüben mindern und so den Verlauf der Erkrankung verlangsamen.

2. Ist MS ansteckend?

Nein! Da die MS keine Infektionskrankheit ist, kann man sich auch nicht anstecken.

3. Wie wird MS festgestellt?

Nachdem Sie dem Arzt Ihre Beschwerden geschildert haben, sind mehrere Untersuchungen notwendig. Es werden das Gleichgewicht, die Reflexe, die Muskelspannung, das Schmerzempfinden sowie die Koordination geprüft. Durch eine LP (Lumbalpunktion) im Wirbelkanal wird die Diagnose gesichert. Der Arzt kann aber auch noch durch eine zusätzliche Untersuchung, die MRT (Magnetresonanztomographie) akute Entzündungen, aber auch ältere Entzündungen feststellen.

4. Kann ich mir eine Zweite Meinung einholen?

Ich habe meine Diagnose von einem Neurologen erhalten; möchte aber dennoch eine Bestätigung eines zweiten Neurologen einholen. Ist das möglich? Kein Neurologe wäre verärgert oder beleidigt, wenn Sie sich eine zweite Meinung einholen. Schließlich sind ja Sie die/derjenige, die/der hinterher beruhigter ist.

5. In welchen MS-Kliniken kann ich eine Kur machen?

Bundesweit gibt es Reha-Kliniken (und Akutkliniken), die mit MS-Patienten viel Erfahrung gesammelt haben und sich auf die Patientengruppe eingestellt haben. Die für Sie geeignete MS-Klinik können Sie mit Ihrem behandelnden Neurologen aussuchen.

6. Wo beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis?

Der Schwerbehindertenausweis wird vom Versorgungsamt ausgestellt, wenn der Grad der Behinderung wenigstens 50 Prozent beträgt. Er dient dazu, die Behinderung gegenüber Behörden, Arbeitgebern und anderen Trägern nachzuweisen. Durch die Schwerbehinderteneigenschaft können Nachteilsausgleiche ermöglicht werden wie z.B.

- Freifahrten mit den Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn seit dem 01.09.2011
- den besonderen Kündigungsschutz für Schwerbehinderte
- steuerliche Nachteilsausgleiche
- Kraftfahrzeughilfe zur Beschaffung eines behindertengerechten Fahrzeugs bzw. zum Umbau eines Fahrzeuges
- technische Arbeitshilfen
- und viele andere zahlreiche Hilfen beim Erhalt/zum Erlangen eines Arbeitsplatzes

Weitere Informationen erhalten Sie bei den Integrationsämtern.

7. Das Persönliche Budget, was ist das?

Das Persönliche Budget ermöglicht Menschen mit einem Anspruch auf Teilhabeleistungen (Menschen mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen), anstatt einer traditionellen Sach- oder Dienstleistung Geld oder Gutscheine zu erhalten. Sie können so theoretisch selbst entscheiden, wann welcher Dienst und welche Person die Unterstützung erbringen soll und diese als "Kunde" unmittelbar selbst bezahlen. Seit dem 1. Januar 2008 besteht in Deutschland ein Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget. Die Höhe des Budgets hängt vom Hilfebedarf ab.

Antrag und Bewilligung in der Praxis
Den Antrag kann man bei jedem Reha-Träger und auch bei den gemeinsamen Servicestellen der Reha-Träger stellen. Diese Servicestellen beraten und unterstützen sie in allen Belangen im Zusammenhang mit der Beantragung des persönlichen Budgets. Die Leistungen sind zweckgebunden; d.h., man darf das Geld nicht für etwas anderes ausgeben. Nachweise sind anhand von Rechnungen vorzulegen. Der Hilfebedarf wird in der Regel nach 2 Jahren neu ermittelt. (Auszüge aus Wikipedia/Familienratgeber)

Die Servicestellen in Göttingen sind:
1. AOK Niedersachsen, Godehardstr. 24
2. Barmer GEK, Wiesenstr. 1

 

Multiple Sklerose Förderkreis Göttingen e. V. - Robert-Koch-Straße 40 - 37075 Göttingen - Tel.: 0551/39-8433